Schließungswelle im Mittelstand – Kleinbetriebe besonders gefährdet

Die Zahl der Unternehmensschließungen in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Laut einer Erhebung der Creditreform und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) beendeten im Jahr 2024 insgesamt 196.100 Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit. Das bedeutet einen Anstieg um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert den höchsten Wert seit 2011.

Branchenübergreifende Belastungen

Die Ursachen für diesen starken Anstieg sind vielfältig. „Die Schließungszahlen sind in allen Wirtschaftsbereichen alarmierend„, warnt Patrik-Ludwig Hantzsch, Wirtschaftsforscher bei Creditreform. Besonders hart betroffen seien Industriebetriebe, die unter steigenden Energiekosten leiden und gleichzeitig einem wachsenden internationalen Wettbewerbsdruck ausgesetzt sind.

Weitere Risikofaktoren

Zusätzlich verschärft der demografische Wandel die Situation vieler kleiner und mittlerer Betriebe. Nachfolgeprobleme sind ein zentrales Thema: Immer mehr Unternehmer finden keine geeigneten Nachfolger, was zu zahlreichen Betriebsschließungen führt.

Vergleich mit der Finanzkrise

Der letzte vergleichbare Höchststand datiert aus dem Jahr 2011, als die Nachwirkungen der globalen Finanzkrise spürbar wurden. Die aktuellen Zahlen deuten nun auf eine ähnliche strukturelle Belastung hin, die sich über alle Branchen hinweg bemerkbar macht.

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